Deutscher Butterkuchen mit Mandeln – klassisches Rezept vom Blech
Butterkuchen gehört zu den beliebtesten Klassikern der deutschen Backküche. Der lockere Hefeteig, die kleinen Buttervertiefungen und die knusprige Zucker-Mandel-Schicht machen diesen Kuchen besonders saftig und aromatisch. Er passt hervorragend zum Nachmittagskaffee, zu Familienfeiern oder einfach dann, wenn man Lust auf einen unkomplizierten Blechkuchen hat.
Dieses Rezept für deutschen Butterkuchen gelingt mit wenigen Zutaten und lässt sich gut vorbereiten. Besonders wichtig ist, dem Hefeteig genügend Zeit zum Aufgehen zu geben. Dadurch wird der Kuchen schön weich und luftig.

Warum Butterkuchen so beliebt ist
Klassischer Butterkuchen wird aus einem weichen Hefeteig hergestellt. Vor dem Backen werden kleine Mulden in den Teig gedrückt und mit Butter gefüllt. Anschließend kommen Zucker und gehobelte Mandeln darüber.
Beim Backen schmilzt die Butter langsam in den Teig. Gleichzeitig karamellisiert der Zucker leicht und die Mandeln werden goldbraun. Das Ergebnis ist ein saftiger Kuchen mit einer zarten Krume und einer leicht knusprigen Oberfläche.
Butterkuchen schmeckt frisch besonders gut, kann aber auch problemlos am nächsten Tag serviert werden.
Zutaten für Butterkuchen
Für etwa 12 Stücke benötigst du:
Für den Hefeteig
- 360 g Weizenmehl
- 1 Päckchen Trockenhefe
- 100 g Zucker
- 180 ml Vollmilch
- 115 g weiche Butter
- 1 Ei
- 1 Teelöffel Vanilleextrakt
- 1/4 Teelöffel Mandelextrakt, optional
- 1/2 Teelöffel Salz
Für den Belag
- etwa 50 bis 70 g Butter
- Zucker nach Geschmack
- 50 bis 60 g gehobelte Mandeln
Butterkuchen selber machen – Schritt für Schritt
1. Hefeteig vorbereiten
Mehl, Trockenhefe und Zucker in einer großen Schüssel miteinander vermischen.
Die Milch leicht erwärmen. Sie sollte nur lauwarm sein und keinesfalls zu heiß werden, da hohe Temperaturen die Hefe beeinträchtigen können.
Milch, Ei, Vanilleextrakt, optional Mandelextrakt und Salz zu den trockenen Zutaten geben.
Alles zunächst mit den Knethaken eines Handmixers oder einer Küchenmaschine vermengen.
2. Butter in den Teig einarbeiten
Die weiche Butter nach und nach zum Teig geben.
Den Hefeteig anschließend etwa 7 bis 10 Minuten kneten, bis er glatt, weich und elastisch ist.
Falls der Teig leicht klebrig ist, nicht sofort zusätzliches Mehl einarbeiten. Ein etwas weicher Hefeteig sorgt später für einen besonders saftigen Butterkuchen.
3. Teig gehen lassen
Eine große Schüssel leicht einfetten und den Hefeteig hineinlegen.
Die Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen lassen.
Das Volumen sollte sich ungefähr verdoppeln.
4. Butterkuchen formen
Eine rechteckige Backform von etwa 23 x 33 cm einfetten oder mit Backpapier auslegen.
Den aufgegangenen Hefeteig kurz durchkneten und anschließend gleichmäßig in die Form drücken.
Noch einmal etwa 20 bis 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
Währenddessen den Backofen auf 175 Grad Celsius Ober-/Unterhitze vorheizen.
5. Butter, Zucker und Mandeln verteilen
Mit den Fingerspitzen kleine Vertiefungen in den Hefeteig drücken.
Kleine Butterstücke in die Mulden geben.
Anschließend die Oberfläche großzügig mit Zucker bestreuen und die gehobelten Mandeln gleichmäßig darauf verteilen.
Wer einen besonders saftigen und süßen Butterkuchen mag, kann etwas mehr Butter und Zucker verwenden.
6. Butterkuchen backen
Den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 20 bis 25 Minuten backen.
Der Butterkuchen ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Mandeln leicht geröstet aussehen.
Nach dem Backen den Kuchen einige Minuten abkühlen lassen und anschließend in Stücke schneiden.
Tipps für besonders saftigen Butterkuchen
Ein guter Butterkuchen lebt von einem weichen Hefeteig. Deshalb sollte möglichst nicht zu viel zusätzliches Mehl verwendet werden.
Auch die Gehzeit spielt eine wichtige Rolle. Der Teig sollte sichtbar an Volumen gewinnen, bevor er gebacken wird.
Für den typischen Geschmack darf beim Belag außerdem nicht mit Butter gespart werden. Die Butter schmilzt während des Backens in die kleinen Vertiefungen und sorgt dafür, dass der Kuchen saftig bleibt.
Wer möchte, kann zusätzlich etwas Vanillezucker über den Teig streuen.
Butterkuchen mit oder ohne Mandeln?
Traditioneller Butterkuchen wird häufig mit gehobelten Mandeln gebacken. Sie geben dem Kuchen eine leicht nussige Note und sorgen für zusätzlichen Biss.
Der Kuchen kann aber auch ohne Mandeln zubereitet werden. In diesem Fall einfach Butter und Zucker auf dem Hefeteig verteilen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Mandelblättchen zusammen mit etwas Zimt.
Butterkuchen über Nacht vorbereiten
Wer den Kuchen am nächsten Morgen frisch backen möchte, kann den Hefeteig langsam im Kühlschrank gehen lassen.
Dafür den fertigen Teig abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und etwa 30 bis 60 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Danach in die Backform geben, nochmals kurz gehen lassen und wie beschrieben mit Butter, Zucker und Mandeln belegen.
Durch die lange Gehzeit entwickelt der Hefeteig ein besonders angenehmes Aroma.
Wie bewahrt man Butterkuchen auf?
Butterkuchen schmeckt am besten frisch am Backtag.
Reste können gut abgedeckt bei Raumtemperatur etwa 1 bis 2 Tage aufbewahrt werden.
Damit der Kuchen nicht austrocknet, sollte er luftdicht verpackt oder in einer gut verschlossenen Kuchenbox gelagert werden.
Vor dem Servieren kann ein Stück Butterkuchen für wenige Sekunden in der Mikrowelle leicht erwärmt werden. Dadurch wird er wieder besonders weich.
Kann man Butterkuchen einfrieren?
Ja, Butterkuchen eignet sich sehr gut zum Einfrieren.
Den vollständig ausgekühlten Kuchen in einzelne Stücke schneiden und luftdicht verpacken.
So kann man immer nur die benötigte Menge auftauen.
Zum Auftauen die Kuchenstücke einfach bei Raumtemperatur liegen lassen oder kurz im Backofen erwärmen.
Was passt zu Butterkuchen?
Klassischer Butterkuchen schmeckt wunderbar zu:
- Kaffee
- Cappuccino
- Tee
- heißer Schokolade
- einem Glas Milch
Auch mit einem Klecks geschlagener Sahne lässt sich der Kuchen servieren. Meist ist das allerdings gar nicht notwendig, da Butterkuchen durch seinen Belag bereits sehr saftig ist.

Häufige Fragen zum Butterkuchen
Warum wird mein Butterkuchen trocken?
Ein zu trockener Butterkuchen wurde häufig zu lange gebacken oder der Hefeteig enthielt zu viel Mehl.
Auch ein zu sparsamer Butterbelag kann dafür sorgen, dass der Kuchen trockener wird.
Kann ich frische Hefe verwenden?
Ja. Anstelle von Trockenhefe kann auch frische Hefe verwendet werden.
Ein Päckchen Trockenhefe entspricht ungefähr einem halben Würfel frischer Hefe.
Muss die Milch warm sein?
Die Milch sollte lauwarm sein. Kalte Milch verlangsamt die Aktivität der Hefe, während zu heiße Milch die Hefekulturen schädigen kann.
Welche Mandeln eignen sich am besten?
Für Butterkuchen eignen sich gehobelte oder blanchierte Mandelblättchen besonders gut.
Kann ich weniger Zucker verwenden?
Ja. Die Zuckermenge im Teig und auf dem Belag kann nach persönlichem Geschmack reduziert werden.
Klassischer Butterkuchen mit Mandeln
Dieses einfache Rezept zeigt, warum deutscher Butterkuchen seit Generationen so beliebt ist. Der luftige Hefeteig, die geschmolzene Butter, der leicht karamellisierte Zucker und die goldbraunen Mandeln ergeben einen unkomplizierten Kuchen, der zu fast jeder Gelegenheit passt.
Ob zum Sonntagskaffee, zum Geburtstag oder für ein gemütliches Treffen mit der Familie: Frisch gebackener Butterkuchen schmeckt besonders gut und lässt sich mit wenigen Grundzutaten problemlos zu Hause zubereiten.
Rezeptübersicht
Vorbereitungszeit: etwa 90 Minuten inklusive Gehzeit
Backzeit: 20 bis 25 Minuten
Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 55 Minuten
Portionen: etwa 12 Stücke
Backtemperatur: 175 Grad Celsius Ober-/Unterhitze
Backform: etwa 23 x 33 cm