Original österreichischer Kaiserschmarrn – fluffig, goldbraun und einfach gemacht

Original österreichischer Kaiserschmarrn – fluffig, goldbraun und einfach gemacht

Kaiserschmarrn gehört zu den bekanntesten Süßspeisen der österreichischen Küche. Die locker gebackenen, anschließend in Stücke gerissenen Pfannkuchen sind außen leicht karamellisiert und innen wunderbar weich und luftig. Mit Puderzucker bestäubt schmeckt Kaiserschmarrn sowohl als süßes Hauptgericht als auch als Dessert oder gemütliches Frühstück.

Dieses klassische Kaiserschmarrn-Rezept ist einfach zuzubereiten und benötigt nur wenige Zutaten. Besonders luftig wird der Teig, weil die Eier getrennt und das Eiweiß steif geschlagen wird. Wer möchte, kann zusätzlich Rosinen verwenden und diese vorher in Rum einweichen.

Kaiserschmarrn nach österreichischer Art

Vorbereitungszeit: etwa 10 Minuten
Kochzeit: etwa 20 Minuten
Gesamtzeit: etwa 30 Minuten
Portionen: 2 bis 3 Personen

Zutaten für Kaiserschmarrn

Für dieses Rezept benötigst du:

  • 4 große Eier
  • 120 g Weizenmehl
  • 240 ml Milch
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 3 EL Butter
  • 40 g Rosinen, optional
  • 2 EL Rum, optional
  • Puderzucker zum Bestäuben

So gelingt ein besonders fluffiger Kaiserschmarrn

Das Geheimnis eines lockeren Kaiserschmarrns liegt vor allem in der Zubereitung der Eier. Statt alle Zutaten einfach miteinander zu verrühren, werden Eigelb und Eiweiß getrennt verarbeitet. Das geschlagene Eiweiß sorgt später dafür, dass der Teig besonders leicht und luftig wird.

Auch beim Unterheben sollte man vorsichtig arbeiten. Je weniger Luft aus dem Eischnee entweicht, desto fluffiger wird das Ergebnis.

Kaiserschmarrn selber machen – Schritt für Schritt

1. Rosinen vorbereiten

Wenn du Kaiserschmarrn mit Rosinen zubereiten möchtest, gib die Rosinen in eine kleine Schüssel und übergieße sie mit dem Rum. Lasse sie etwa 20 Minuten ziehen.

Dadurch werden die Rosinen weicher und erhalten ein kräftigeres Aroma. Wer keinen Alkohol verwenden möchte, kann diesen Schritt einfach weglassen oder die Rosinen in warmem Wasser einweichen.

2. Eier trennen

Trenne die Eier vorsichtig. Gib das Eigelb in eine größere Rührschüssel und das Eiweiß in eine separate, saubere Schüssel.

Achte darauf, dass kein Eigelb in das Eiweiß gelangt, damit es sich später gut aufschlagen lässt.

3. Grundteig zubereiten

Gib Milch, Mehl, Zucker und Vanilleextrakt zu den Eigelben.

Verrühre alles mit einem Schneebesen oder Handmixer zu einem glatten Teig. Es sollten möglichst keine Mehlklümpchen mehr vorhanden sein.

Der Teig darf zunächst relativ flüssig wirken. Durch das geschlagene Eiweiß bekommt er später seine typische luftige Konsistenz.

4. Eiweiß aufschlagen

Schlage das Eiweiß mit einem Handmixer auf, bis weiche Spitzen entstehen.

Das Eiweiß sollte stabil sein, aber nicht zu trocken geschlagen werden. Ein weicher Eischnee lässt sich leichter unter den Teig heben.

5. Eischnee unterheben

Gib den Eischnee portionsweise zum Eigelb-Mehl-Teig.

Hebe ihn vorsichtig mit einem Teigschaber oder großen Löffel unter. Arbeite dabei langsam von unten nach oben.

Der Teig sollte anschließend luftig und leicht wirken.

6. Butter in der Pfanne erhitzen

Erhitze eine große beschichtete Pfanne bei mittlerer Temperatur.

Gib einen Teil der Butter hinein und lasse sie vollständig schmelzen.

Die Temperatur sollte nicht zu hoch sein, da der Kaiserschmarrn sonst außen zu schnell dunkel wird, während er innen noch roh ist.

7. Teig langsam ausbacken

Gieße den Teig gleichmäßig in die Pfanne.

Wenn du Rosinen verwendest, verteile sie jetzt auf dem Teig.

Lasse den Kaiserschmarrn einige Minuten bei mittlerer Hitze backen, bis die Unterseite goldbraun ist und die Oberfläche langsam fester wird.

8. Kaiserschmarrn wenden und zerteilen

Teile den großen Pfannkuchen mit einem Pfannenwender zunächst in mehrere größere Stücke.

Wende die Stücke vorsichtig und lasse auch die zweite Seite goldbraun werden.

Anschließend kannst du die Stücke mit zwei Pfannenwendern oder Gabeln in kleinere, unregelmäßige Stücke reißen.

Genau diese ungleichmäßigen Stücke machen den typischen Kaiserschmarrn aus.

9. Kaiserschmarrn karamellisieren

Streue etwas Zucker über die Kaiserschmarrn-Stücke.

Gib bei Bedarf noch etwas Butter dazu und schwenke alles kurz in der Pfanne.

Durch den Zucker entstehen leicht karamellisierte, goldbraune Ränder, die dem Kaiserschmarrn seinen besonders leckeren Geschmack geben.

10. Warm servieren

Richte den fertigen Kaiserschmarrn sofort auf Tellern an und bestäube ihn großzügig mit Puderzucker.

Am besten schmeckt er frisch aus der Pfanne, wenn er außen noch leicht knusprig und innen weich ist.

Was passt zu Kaiserschmarrn?

Kaiserschmarrn wird traditionell mit verschiedenen fruchtigen Beilagen serviert.

Besonders gut passen:

  • Apfelmus
  • Zwetschgenröster
  • Pflaumenkompott
  • Beerenkompott
  • Kirschkompott
  • Vanillesoße
  • frische Beeren

Besonders klassisch ist die Kombination aus Kaiserschmarrn und Zwetschgenröster.

Kaiserschmarrn mit oder ohne Rosinen?

Bei Rosinen gehen die Meinungen auseinander. In vielen traditionellen Rezepten gehören sie dazu, häufig werden sie vorher in Rum eingeweicht.

Wer keine Rosinen mag, kann sie problemlos weglassen. Der Kaiserschmarrn gelingt auch ohne Rosinen genauso gut.

Für Kinder oder wenn du auf Alkohol verzichten möchtest, kannst du die Rosinen stattdessen in Apfelsaft oder warmem Wasser einweichen.

Tipps für perfekten Kaiserschmarrn

Die Eier unbedingt trennen

Geschlagenes Eiweiß macht den Teig deutlich lockerer. Wer besonders fluffigen Kaiserschmarrn möchte, sollte diesen Schritt nicht auslassen.

Nicht zu stark rühren

Nachdem der Eischnee untergehoben wurde, sollte der Teig nicht mehr kräftig gerührt werden. Sonst geht die eingeschlossene Luft verloren.

Bei mittlerer Hitze backen

Zu hohe Hitze ist einer der häufigsten Fehler bei Kaiserschmarrn. Die Unterseite wird dann schnell dunkel, während die Mitte noch nicht durchgebacken ist.

Genügend Butter verwenden

Butter sorgt für den typischen Geschmack und unterstützt die goldbraune Oberfläche.

Erst am Ende karamellisieren

Der zusätzliche Zucker sollte erst kurz vor Ende der Garzeit in die Pfanne gegeben werden. So verbrennt er nicht und bildet eine feine Karamellschicht.

Kann man Kaiserschmarrn vorbereiten?

Kaiserschmarrn schmeckt frisch zubereitet am besten. Den Grundteig kannst du jedoch teilweise vorbereiten.

Die Eigelb-Mehl-Mischung kann für kurze Zeit im Kühlschrank aufbewahrt werden. Den Eischnee solltest du dagegen erst kurz vor dem Backen schlagen und unterheben.

Bereits fertiger Kaiserschmarrn verliert beim längeren Stehen etwas von seiner lockeren Konsistenz.

Kaiserschmarrn aufwärmen

Reste kannst du in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren.

Zum Aufwärmen eignet sich am besten eine Pfanne mit etwas Butter. Erhitze den Kaiserschmarrn bei mittlerer Temperatur einige Minuten.

Alternativ kannst du ihn kurz im Backofen erwärmen.

In der Mikrowelle funktioniert das ebenfalls, allerdings wird der Kaiserschmarrn dort meist etwas weicher.

Kaiserschmarrn ohne Rum

Rum ist für dieses Rezept nicht zwingend notwendig.

Wenn du Kaiserschmarrn ohne Alkohol zubereiten möchtest, lasse den Rum einfach weg. Die Rosinen können direkt verwendet oder vorher in Wasser, Apfelsaft oder Traubensaft eingeweicht werden.

Kaiserschmarrn ohne Rosinen

Auch ohne Rosinen bleibt Kaiserschmarrn ein klassisches und köstliches Gericht.

Bereite den Teig genauso wie beschrieben zu und überspringe lediglich den Schritt mit den eingeweichten Rosinen.

Gerade für Familien mit Kindern ist diese Variante oft besonders beliebt.

Warum heißt Kaiserschmarrn eigentlich Kaiserschmarrn?

Kaiserschmarrn ist eng mit der österreichischen Küche verbunden und wird häufig mit Kaiser Franz Joseph I. in Verbindung gebracht. Rund um die Entstehung des Gerichts gibt es verschiedene Geschichten und Legenden.

Unabhängig davon entwickelte sich Kaiserschmarrn zu einer der bekanntesten Süßspeisen Österreichs und ist heute weit über die Landesgrenzen hinaus beliebt.

Häufige Fragen zum Kaiserschmarrn

Warum wird mein Kaiserschmarrn nicht fluffig?

Meist liegt es daran, dass das Eiweiß nicht ausreichend aufgeschlagen wurde oder beim Unterheben zu viel Luft verloren gegangen ist.

Hebe den Eischnee deshalb vorsichtig unter und rühre den Teig anschließend nicht mehr kräftig.

Warum wird der Kaiserschmarrn außen dunkel und innen roh?

In diesem Fall war die Pfanne wahrscheinlich zu heiß.

Reduziere die Temperatur und lasse den Teig etwas länger bei mittlerer Hitze backen.

Welches Mehl eignet sich für Kaiserschmarrn?

Normales Weizenmehl eignet sich sehr gut. In Deutschland kannst du beispielsweise Weizenmehl Type 405 verwenden.

Welche Pfanne ist am besten?

Eine große beschichtete Pfanne eignet sich besonders gut, weil sich der Teig leichter wenden und anschließend zerteilen lässt.

Kann ich Kaiserschmarrn ohne Vanille zubereiten?

Ja. Vanille ist optional. Du kannst stattdessen etwas Vanillezucker verwenden oder die Vanille komplett weglassen.

Fazit

Ein original österreichischer Kaiserschmarrn ist einfacher zuzubereiten, als man vielleicht denkt. Mit Eiern, Mehl, Milch, Zucker und Butter entsteht innerhalb von etwa 30 Minuten eine wunderbar fluffige Süßspeise mit goldbraunen, leicht karamellisierten Rändern.

Besonders wichtig sind geschlagenes Eiweiß, eine moderate Pfannentemperatur und das vorsichtige Zerteilen des Pfannkuchens. Mit reichlich Puderzucker und einer fruchtigen Beilage wie Apfelmus oder Zwetschgenröster wird daraus ein echter Klassiker der österreichischen Küche.

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