Deutscher Gurkensalat – klassisch cremig oder mit Essig und Öl
Ein klassischer deutscher Gurkensalat gehört zu den einfachsten und beliebtesten Beilagen der deutschen Küche. Frische Gurken, aromatischer Dill und ein leicht säuerliches Dressing sorgen für einen besonders erfrischenden Geschmack. Das Beste daran: Gurkensalat lässt sich auf verschiedene Arten zubereiten.
In diesem Rezept zeige ich dir zwei beliebte Varianten. Du kannst dich entweder für einen cremigen Gurkensalat mit saurer Sahne oder für einen leichten Gurkensalat mit Essig und Öl entscheiden. Beide Varianten sind unkompliziert, frisch und passen hervorragend zu vielen klassischen Gerichten.

Deutscher Gurkensalat wie bei Oma
Gurkensalat ist ein echter Klassiker der Hausmannskost. Besonders im Sommer ist er eine beliebte Beilage, da er angenehm frisch schmeckt und sich gut vorbereiten lässt.
Typisch für einen guten Gurkensalat sind sehr dünn geschnittene Gurken. Dadurch können sie das Dressing besonders gut aufnehmen. Wichtig ist außerdem, die Gurken vor der eigentlichen Zubereitung leicht zu salzen. So verlieren sie überschüssiges Wasser und der Salat wird später nicht zu wässrig.
Je nach Region und persönlichem Geschmack wird Gurkensalat unterschiedlich zubereitet. Manche bevorzugen eine cremige Variante mit saurer Sahne, andere mögen ihn lieber mit Essig, Öl und Zwiebeln.
Rezept für deutschen Gurkensalat
Zubereitungszeit
Vorbereitung: ca. 15 Minuten
Ruhezeit: ca. 60 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 15 Minuten
Portionen: 4
Zutaten für beide Varianten
Für die Gurken:
- 2 große Salatgurken, etwa 680 g
- 1 Teelöffel Salz
Variante 1: Cremiger Gurkensalat mit saurer Sahne
Zutaten
- 120 g saure Sahne
- 1 Esslöffel heller Essig
- 1 Teelöffel Zucker
- 2 Esslöffel frischer Dill, fein gehackt
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Salz nach Bedarf
Variante 2: Gurkensalat mit Essig und Öl
Zutaten
- 3 Esslöffel neutrales Öl, zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Rapsöl
- 3 Esslöffel heller Essig
- 1 1/2 Teelöffel Zucker
- 1/2 kleine gelbe oder weiße Zwiebel
- 2 Esslöffel frischer Dill, fein gehackt
- schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Salz nach Bedarf
Zubereitung
1. Gurken vorbereiten
Die Gurken gründlich waschen und anschließend trocknen. Die Schale kann bei Salatgurken normalerweise dranbleiben.
Die Gurken mit einem scharfen Messer oder einem Gemüsehobel in sehr dünne Scheiben schneiden. Ideal sind Scheiben von etwa 1 bis 2 Millimetern Dicke.
Je dünner die Gurken geschnitten werden, desto besser können sie später das Dressing aufnehmen.
2. Gurken salzen und entwässern
Die Gurkenscheiben in ein großes Sieb geben und gleichmäßig mit einem Teelöffel Salz bestreuen.
Alles vorsichtig vermengen und die Gurken anschließend etwa 20 bis 30 Minuten stehen lassen.
Während dieser Zeit tritt überschüssiges Wasser aus den Gurkenscheiben aus. Dieser Schritt ist wichtig, damit der fertige Gurkensalat nicht zu flüssig wird.
3. Überschüssige Flüssigkeit entfernen
Nach der Ruhezeit die Gurkenscheiben portionsweise vorsichtig mit den Händen ausdrücken.
Dabei nicht zu stark drücken, damit die Gurken ihre Form behalten und noch etwas Biss haben.
Anschließend die Gurken in eine große Schüssel geben.
Cremigen Gurkensalat zubereiten
Für die cremige Variante saure Sahne, Essig, Zucker, frischen Dill und etwas schwarzen Pfeffer in einer kleinen Schüssel verrühren.
Das Dressing sollte glatt und cremig sein.
Anschließend über die vorbereiteten Gurkenscheiben geben und alles vorsichtig miteinander vermengen.
Mit zusätzlichem Salz zunächst sparsam umgehen, da die Gurken bereits vorher gesalzen wurden.
Gurkensalat mit Essig und Öl zubereiten
Für die leichtere Variante zunächst Essig und Zucker miteinander verrühren, bis sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat.
Anschließend das Öl langsam unterrühren.
Die Zwiebel in sehr feine Ringe oder Streifen schneiden und zusammen mit dem gehackten Dill zum Dressing geben.
Das Dressing über die Gurkenscheiben gießen und alles vorsichtig vermengen.
Die Gurken sollten gleichmäßig mit dem Dressing überzogen sein.
Gurkensalat ziehen lassen
Unabhängig davon, welche Variante du gewählt hast, sollte der Gurkensalat anschließend etwa 30 Minuten im Kühlschrank ziehen.
Dadurch verbinden sich die Aromen von Gurke, Dill und Dressing besonders gut.
Bei der Variante mit Essig und Öl werden außerdem die Zwiebeln während der Ruhezeit etwas milder.
Vor dem Servieren den Salat noch einmal vorsichtig umrühren.
Gurkensalat richtig abschmecken
Nach der Ruhezeit sollte der Gurkensalat unbedingt noch einmal probiert werden.
Ist der Geschmack zu säuerlich, kann eine kleine Prise Zucker helfen.
Schmeckt der Salat dagegen etwas zu mild, kann noch ein kleiner Schuss Essig hinzugegeben werden.
Mit zusätzlichem Salz sollte man vorsichtig sein, da die Gurken bereits beim Entwässern gesalzen wurden.
Etwas frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und zusätzlicher Dill sorgen für noch mehr Aroma.
Was passt zu deutschem Gurkensalat?
Deutscher Gurkensalat ist eine vielseitige Beilage und passt zu zahlreichen Gerichten.
Besonders lecker schmeckt er zu:
- Schnitzel
- Bratwurst
- Rinderrouladen
- Frikadellen
- Schweinebraten
- Grillfleisch
- Kartoffeln
- Bratkartoffeln
- Kartoffelpüree
- Fischgerichten
Im Sommer passt Gurkensalat auch hervorragend zu einem klassischen Grillabend.
Cremiger Gurkensalat oder Essig-Öl-Gurkensalat?
Beide Varianten haben ihren eigenen Charakter.
Der cremige Gurkensalat mit saurer Sahne schmeckt mild, frisch und angenehm cremig. Er passt besonders gut zu deftigen Fleischgerichten oder Kartoffeln.
Der Gurkensalat mit Essig und Öl ist etwas leichter und frischer. Durch die feinen Zwiebeln erhält er zusätzlich ein würziges Aroma.
Wer einen besonders klassischen deutschen Gurkensalat sucht, kann beide Varianten ausprobieren und anschließend entscheiden, welche besser zum eigenen Geschmack passt.
Tipps für den perfekten Gurkensalat
Damit dein Gurkensalat besonders gut gelingt, solltest du einige Dinge beachten.
Gurken sehr dünn schneiden
Dünne Gurkenscheiben nehmen das Dressing besser auf und sorgen für die typische Konsistenz eines klassischen Gurkensalats.
Ein Gemüsehobel ist dafür besonders praktisch.
Gurken vorher salzen
Dieser Schritt sollte nicht ausgelassen werden.
Gurken bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Durch das Salz wird ein Teil dieser Flüssigkeit entzogen.
Dadurch bleibt das Dressing später cremiger beziehungsweise aromatischer und wird nicht unnötig verdünnt.
Frischen Dill verwenden
Frischer Dill passt hervorragend zu Gurken und gibt dem Salat seinen typischen Geschmack.
Wenn möglich, sollte deshalb frischer statt getrockneter Dill verwendet werden.
Salat vor dem Servieren ruhen lassen
Mindestens 20 bis 30 Minuten Ruhezeit verbessern den Geschmack deutlich.
Die Gurken können während dieser Zeit das Dressing aufnehmen und die einzelnen Zutaten verbinden sich miteinander.
Kann man Gurkensalat vorbereiten?
Ja, Gurkensalat lässt sich sehr gut vorbereiten.
Die cremige Variante schmeckt am besten am selben Tag. Sie kann problemlos einige Stunden vor dem Essen zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Der Gurkensalat mit Essig und Öl hält sich etwas länger und kann gut für etwa 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Wenn sich während der Lagerung etwas Flüssigkeit am Boden der Schüssel sammelt, den Salat vor dem Servieren einfach noch einmal vorsichtig vermengen.
Wie verhindert man wässrigen Gurkensalat?
Ein häufiger Fehler bei Gurkensalat ist, dass sich nach kurzer Zeit sehr viel Flüssigkeit in der Schüssel sammelt.
Das lässt sich vermeiden, indem die Gurkenscheiben vor der Zubereitung gesalzen und anschließend gut abgetropft werden.
Dieser zusätzliche Schritt dauert zwar einige Minuten, macht beim Ergebnis aber einen großen Unterschied.
Welche Gurken eignen sich für Gurkensalat?
Am besten eignen sich lange Salatgurken mit dünner Schale.
Sie können normalerweise direkt mit Schale verarbeitet werden.
Wer Gurken mit einer besonders festen oder bitteren Schale verwendet, kann sie vorher teilweise oder vollständig schälen.
Welche Zwiebeln eignen sich am besten?
Für die Essig-Öl-Variante eignen sich milde gelbe oder weiße Zwiebeln besonders gut.
Die Zwiebeln sollten möglichst dünn geschnitten werden, damit sie sich gut im Salat verteilen und während der Ruhezeit etwas weicher werden.
Wer einen besonders milden Geschmack bevorzugt, kann auch Schalotten verwenden.

Kann man Joghurt statt saurer Sahne verwenden?
Ja. Für eine leichtere cremige Variante kann ein Teil oder die gesamte saure Sahne durch Naturjoghurt ersetzt werden.
Griechischer Joghurt sorgt für ein etwas dickeres und cremigeres Dressing.
Je nach Joghurt kann es sinnvoll sein, die Menge an Essig etwas anzupassen.
Häufige Fragen zum deutschen Gurkensalat
Muss man Gurken für Gurkensalat schälen?
Nein. Bei dünnschaligen Salatgurken kann die Schale problemlos dranbleiben. Sie sorgt sogar für zusätzliche Farbe und etwas mehr Biss.
Warum werden die Gurken vorher gesalzen?
Das Salz zieht überschüssiges Wasser aus den Gurken. Dadurch wird das Dressing später nicht zu dünn.
Wie lange sollte Gurkensalat ziehen?
Etwa 30 Minuten sind ideal. Dadurch können sich die Aromen gut miteinander verbinden.
Wie lange hält Gurkensalat im Kühlschrank?
Cremiger Gurkensalat sollte möglichst innerhalb eines Tages gegessen werden. Die Essig-Öl-Variante hält sich in einem gut verschlossenen Behälter etwa 2 bis 3 Tage.
Kann man Gurkensalat ohne Zucker machen?
Ja. Der Zucker dient hauptsächlich dazu, die Säure des Essigs auszugleichen. Er kann reduziert oder weggelassen werden. Alternativ kann eine kleine Menge Honig verwendet werden.
Fazit
Dieser deutsche Gurkensalat mit Dill ist schnell vorbereitet, erfrischend und eine ideale Beilage für viele traditionelle Gerichte. Mit nur wenigen Zutaten kannst du entweder einen cremigen Gurkensalat mit saurer Sahne oder eine leichtere Variante mit Essig und Öl zubereiten.
Besonders wichtig für ein gutes Ergebnis sind dünne Gurkenscheiben, das vorherige Salzen und eine kurze Ruhezeit im Kühlschrank. So erhält der Gurkensalat eine angenehme Konsistenz und einen besonders aromatischen Geschmack.
Ob zu Schnitzel, Bratwurst, Kartoffeln oder Gegrilltem: Ein klassischer Gurkensalat passt fast immer und gehört zu den Rezepten, die man problemlos immer wieder zubereiten kann.